Erbrechen und Durchfall - wie füttern? - Tierärztin Dr. Martina Kuntze, Kleintierpraxis - Düren - Birkesdorf

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Erbrechen und Durchfall - wie füttern?

Infos
Erbrechen und Durchfall sind mit die häufigsten Symptome, die dem Tierhalter als Störung des Allgemeinbefinden des Tieres auffallen.
Normalerweise passiert der Nahrungsbrei innerhalb von 8-10 Stunden den Dünndarm, dabei werden 80 % des Wassers aus dem Nahrungsbrei in den Körper aufgenommen. Auch im Dickdarm und Enddarm wird weiter Wasser resorbiert und so die Festigung des Kotes erreicht.
Bei Störungen dieses Verdauungsprozesses kommt es zu einer beschleunigten Magen - und Darmperistaltik und somit zu einer verkürzten Verdauungszeit. Dabei kann nur wenig Wasser aufgenommen werden. Durch Störungen der Darmzotten kann es auch zu einer zusätzlichen Ausscheidung von Flüssigkeit kommen.
 
Ursachen dieser Verdauungsstörungen können vielfältig sein:
* Ernährungsfehler (Essensreste, Futterwechsel)
* Unterkühlung des Bauches (z.B. Schneegastritis)
* infektiös oder toxisch bedingte Störungen ( bakterielle, virale oder parasitäre Erkrankungen, Vergiftungen)
* Störungen der Verdauungssekrete durch Leber-, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen sowie Gebärmutter- und Nierenerkrankungen


Das Allgemeinbefinden des Tieres, die Farbe und Konsistenz des Kotes, Häufigkeit und Menge des Kotabsatzes sowie weitere Krankheitssymptome können wichtige Hinweise auf die Schwere der Erkrankung geben.
      
Im Zusammenhang mit der tierärztlichen Therapie ist eine Diät als wichtigste Behandlungsbegleitmaßnahme bei allen Durchfallerkrankungen erforderlich!

Magen-Darm-Diät

1. Die Diätbehandlung beginnt mit mindestens 24-stündigem absolutem Nahrungsentzug.
Dieser Nahrungsentzug ist dringend erforderlich, um den Darmzotten Zeit zur Regeneration zu geben. Jede Fütterung in dieser Zeit führt zu weiteren Darmstörungen und verlängert die Genesungszeit. In dieser Zeit darf nur Wasser oder Tee (am besten Kamillentee oder Pfefferminztee) in kleinen Portionen angeboten werden.

2. Nach der Fastenzeit wird langsam und in mehreren kleinen Portionen angefüttert. Die besten Erfolge erreichen Sie mit gekochtem, leicht gesalzenem Reis, gekochten Nudeln oder Kartoffelbrei (niemals mit Milch!) mit Magerquark, Hüttenkäse oder Geflügelfleisch. Wichtig ist, bei einer Diät-Kombination zu bleiben, ein Wechsel der Diät belastet den Darm erneut. 5 - 8 kleine Mahlzeiten entlasten den Darm weiterhin. Diese Diät wird mindestens vier Tage oder bis zur deutlichen Besserung der Kotkonsistenz durchgeführt.

Die Zusammensetzung der Diät ist wie folgt:

2/3 Kohlenhydrate (Reis, Nudeln oder Kartoffeln)
zu
1/3 Eiweiss (Magerquark, Hüttenkäse oder Geflügel)

3. Nach der Besserung der Konsistenz des Kotes wird langsam über mehrere Tage zu normalem Futter zurückgemischt.

Seien Sie nicht ungeduldig und füttern Sie nicht gleich normales Futter ab dem ersten festen Kot!
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